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Heilgebete
Das Gebet ist wohl die älteste Form des “geistigen Heilens” und “Bittens”.
“Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat's nicht begriffen.”
Zu allen Zeiten haben die Menschen “besondere” Worte gesprochen, mit dem Wunsche, dass diese Worte Form annehmen sollten. Meist wurde um Gesundheit, Wohlergehen, Wohlstand und vieles mehr “ge-beten”.
In Gebeten wird um so viel ge-beten, doch meist bleiben “unsere” Gebete unerhört. Wir gehen davon aus, dass wir Gott durch unser Gebet „gebrauchen“ können und er das tut, was wir von ihm fordern oder erbitten.
„Oh Herr, bitte lasse ihn gesund werden, schenke ihm eine liebevolle Ehefrau, lasse ihn wieder einen Job finden uvm.“
Wir denken, wir könnten Gott mit “unseren Worten” dazu “gebrauchen” alles nach unserem Willen wieder in Ordnung zu bringen, was wir vielleicht selbst in Unordnung gebracht haben. Doch das wäre ungefähr so, als gingen wir zur Apotheke und holten uns Tabletten, die uns unsere Kopfschmerzen wegmachen sollen, obwohl wir nicht damit aufhören uns den Kopf über irgendwelche Dinge zu zerbrechen. Gott wird dies nicht für uns tun, denn er lässt sich nicht von uns gebrauchen.
Gott IST reines SEIN und wenn er sich durch seine Gnade ausdrückt, wird er uns voraus gehen und das Krumme gerade machen. Dies ist das was er IST, Fülle und Gnade. Dies aber geschieht nach seinem Willen und wenn wir ihn daran durch unseren Eigensinn nicht hindern. Hören wir also auf ihn um irgendwelche Dinge zu bitten, denn er wird sie für uns nicht verwirklichen. Er kann dies nicht, denn er IST. Sobald wir uns also an Gott wenden, auf das er was für uns tun möge, haben wir ihn bereits verfehlt.
Jesus erkannte, dass er lediglich Gott Ausdruck geben könne und ohne ihn nichts zu tun vermochte. Dies zeigen uns die Worte: “Aber ohne den Vater kann ich nichts tun und wer mich sieht, der sieht den Vater”. Jesus wusste, dass unser wahres Wesen GOTT selbst ist und wir nichts tun können, außer IHN SEIN zu lassen, so dass wir zu IHM selbst werden. “Wer mich sieht der sieht den Vater”.
Jesus wusste, dass es nur darauf ankommt “IHM” Ausdruck zu geben, so dass Gott durch uns wirken und SEINE Werke tun kann. Diese geschehen aber nach seinem Willen, nicht dadurch, dass wir ihm aufgeben was er zu tun habe.
“Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen.”
Diese Worte zeigen uns ganz deutlich, dass es nur Gott gibt und dass Gott alles “IST” was ist und das alles was ist, aus IHM gemacht ist. Es ist also ER, der alles Form annehmen lässt. Da es aber nur IHN gibt, wird es auch nur seinen Willen geben und nicht unseren.
„Und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat's nicht begriffen.”
Diese Worte zeigen uns, dass sich Gott in unserer Welt ausdrückt, in dem ER Form annimmt, ohne aber selbst von dieser Welt zu sein. Das heißt, dass immer SEIN WILLE sein wird, er aber nie unseren Willen tun wird. Denn er ist das Wort und aus IHM ist alles was gemacht ist.
Hören wir also auf schwächlich Gott darum zu bitten unseren Willen zu tun und erkennen, dass wir ihn nicht für uns „gebrauchen“ können. Wir können ihm nur Ausdruck geben nach seinem Willen. Dann beten wir richtig, in dem wir einfach EINS mit GOTT SIND.

Gehen wir also mit den Worten in die Stille und lassen dann seine Gnade nach seinem Willen uns voraus gehen, ohne selbst etwas zu wollen, außer seinem Willen in unserem Leben Ausdruck geben zu lassen:
Oh Herr, ich bin zu dir gekommen und weiß nicht was ich beten und worum ich bitten soll. So will ich nichts tun und mich aus meinem Leben heraus halten, auf das dein Wille geschehen kann. Da wo du bist, da ist Allmacht und Fülle und neben dir könnte nichts sein als du selbst. Da wo du bist, vergeht alles Weltliche, denn da wo du bist, ist dein Reich und deine Fülle und somit heiliges Land. So will ich nichts tun, auf das du mir voraus gehen könnest, um deinen Willen zu wollen und dafür danke ich dir. Oh Herr, ich bitte dich um deinen allerhöchsten Segen. Mache mich zum Strom deines göttlichen Lichtes und deiner göttlichen Kraft. Amen.
Das einzig wahre Gebet ist also einfach mit Gott zu sein, uns aus unserem Leben herauszuhalten und IHN seine Werke durch uns geschehen zu lassen.
Halten wir also Gemeinschaf mit Gott, so dass die Worte wahr werden können:
Vater unser im Himmel
geheiligt werde dein Name
Dein Reich komme, wie im Himmel, so auch auf Erden
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld
denn auch wir vergeben unsern Schuldigern
und führe uns nicht in Versuchung
sondern erlöse uns von dem Bösen
denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit
Amen.
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